MOBILITY AND TRANSPORT
European Road Safety Charter
content

VDTÜV/ Verband der TÜV e.V.

What are you doing/aiming to do for road safety? 

 
1.       Der VdTÜV als Dachverband der TÜV setzt sich für die Weiterentwicklung der Hauptuntersuchung im Rahmen der periodischen Fahrzeugüberwachung ein. Die Hauptuntersuchung soll dabei um die Prüfung von elektronischen Systemen erweitert werden. Sie sieht vor, dass im Rahmen der regelmäßigen technischen Überwachung geprüft wird, ob die ab Werk eingebauten Systemkomponenten vorhanden und deren Teile zulässig sind (Original- oder freigegebene Ersatzteile), keine unerlaubten Änderungen vorgenommen wurden und eine Funktions- und Wirkprüfung durchgeführt wird.
 
2.       VdTÜV arbeitet an der Optimierung der Theoretischen Fahrerlaubnisprüfung in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern und Partnerorganisationen, dem Bundesverkehrsministerium (BMVBS), den Verkehrsministerien der 16 Bundesländer und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Ziel dieses Projekts ist die Verbesserung der Theoretischen Fahrerlaubnisprüfung im Hinblick auf die Reduzierung der Verkehrsunfall-Beteiligung von Fahranfängern. Die Theoretische Fahrerlaubnisprüfung wurde im 1. Schritt von einer schriftlichen Papier Prüfung auf eine PC-Prüfung übertragen. Zugleich wurde auch ein wissenschaftlich-basiertes Sicherheitssystem eingeführt. Der 2. Schritt wird die Einführung neuer Formate sein, die eine moderne Informationstechnologie bietet, um damit mehr den Fokus auf Kompetenzen setzen zu können, die bei der Reduzierung von Verkehrsunfällen wirksam sein werden. Planung: Umsetzung Schritt 1. bis Ende 2009; bundesweite Einführung der PC-Prüfung im Januar 2010; Schritt 2. Beginn und Erprobung ab 20.10
 
3.       Der VdTÜV wird das Systemzertifikat "Sicherheit im Busbetrieb" weiter ausbauen: Durch die freiwillige Selbstverpflichtung der Busunternehmen in Deutschland werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges die drei Säulen der Sicherheit "Unternehmen/Organisation", "Fahrer" und "Fahrzeug" durch unabhängige Dritte in regelmäßigen Abständen geprüft. Erweitert wurde das Zertifikat zur Steigerung der sicheren Personenbeförderung im Jahr 2009 um den Kranken- und Behindertentransport. Durch das Zusammenspiel aller drei Säulen - 1. Unternehmen/Organisation, 2. Fahrzeug, 3. Fahrer - leistet dieses Projekt einen aktiven Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit in Deutschland und Europa. Die operative Umsetzung dieses Konzeptes erfolgt über die Mitglieder und Partnerunternehmen des VdTÜV im freien Wettbewerb.
 
4.       Durch die freiwillige Zertifizierung von Transport- und Logistikunternehmen soll die Sicherheit von Kleintransporten gesteigert werden. Kleintransporter werden von der Presse und den Verkehrsteilnehmern zunehmend als Gefahr, Störung und Verursacher von schweren Unfällen wahrgenommen; die Unfallstatistiken belegen diese Wahrnehmungen. Das Konzept baut auf drei Säulen auf. Diese sind 1. Unternehmen/Organisation, 2. Fahrzeug, 3. Fahrer. Auf der Basis einer freiwilligen Selbstverpflichtung erfüllen Unternehmer einen auf den drei Säulen aufgebauten Sicherheitsfragenkatalog. Dieser beinhaltet neben sicherheitsrelevanten Aspekten in der Unternehmensorganisation (Tourenplanung, Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten), den Einsatz von modernen aktiven Sicherheitssystemen bei Neufahrzeugen sowie die kontinuierliche Fahrerqualifizierung in Anlehnung an die EG Berufskraftfahrerrichtlinie (Ladungssicherung, EG Sozialvorschriften etc). Durch das Zusammenspiel aller drei Säulen leistet dieses Projekt einen aktiven Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit in Deutschland und Europa.
 
5.       Der VdTÜV führt in seiner Veranstaltungsreihe "Sachverständigentag" die wichtigsten Fachexperten zu den Themen "Fahrzeugüberwachung", "Fahrzeugtechnik" und "Fahrzeugführung" zusammen. Dieser regelmäßige Erfahrungsaustausch ist ein wichtiges Instrument, um Innovationen und sicherheitsrelevante Technik sowie Schulungsmethoden in Deutschland und über seine Grenzen hinaus zu verbreiten und auszutauschen. In den drei Sektionen "Fahrzeugüberwachung", "Fahrzeugtechnik" und "Fahrzeugführung" setzen sich die Experten unserer Mitglieder und Partnerorganisationen gemeinsam mit namhaften Vertretern aus Wissenschaft, Industrie und Politik mit den Herausforderungen der mobilen Gesellschaft auseinander und entwickeln Empfehlungen für eine sichere Zukunft. Der nächste Sachverständigentag findet am 1. und 2. März 2010 und findet im zweijährigen Turnus statt.
 
6.       2006 startete der VdTÜV in Zusammenarbeit mit seinen Partnerunternehmen eine Kongressreihe unter dem Titel Fit to Drive (www.fit-to-drive.com). Der Fit to Drive-Kongress dient als Forum, auf dem europäische Entwicklungsperspektiven individueller Fahreignungsförderung behandelt werden. Die bestmögliche Förderung der Mobilitätsbedürfnisse des Einzelnen und die berechtigten Ansprüche der Gesellschaft auf einen sicheren Straßenverkehr müssen im Einklang zueinander stehen. Im Zusammenwirken internationaler Kompetenzen sollen Bausteine für ein europäisches System geschaffen werden, das diesen Anforderungen gerecht wird. Deutschland will auf der Basis seiner über 50-jährigen spezifischen Erfahrung einen qualifizierten Beitrag leisten. In den letzten 4 Jahren hat der Kongress in vier Ländern stattgefunden, und 80 nationale und internationale Verkehrsexperten haben ihr Know-how und Erfahrung mit über 800 Teilnehmern aus verschiedenen Ländern geteilt. Die Kongressreihe wird 2011 in den Niederlanden fortgesetzt.